Wärme aus Wasser gewinnen

TOURISMUS Grube Fortuna ist für 1,8 Millionen Euro modernisiert worden
Der Ehrenvorsitzende des ...

Der Staatssekretär im Hessischen Kultusministerium, . Manuel Lösel, überbrachte die Grüße von Ministerpräsident Volker Bouffier sowie der Landesregierung.

Von den jährlich 20 000 Besuchern bestehe ein Drittel aus Schülern. Gerade für sie sei es außerordentlich wichtig zu erleben, wie früher gearbeitet wurde. Lösel dankte auch den zahlreichen Sponsoren, die sich an der Modernisierung beteiligt haben. Die Europäische Union hat den Umgestaltung mit 800 000 Euro unterstützt. Den Rest musste der Verein als Bankkredit aufnehmen.

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Porezag konnte unter den Gästen den CDU-Landtagsabgeordnete Hans-Jürgen Irmer sowie die Bürgermeister aus Solms und Wetzlar, Frank Inderthal und Manfred Wagner, begrüßen.

Der Ehrenvorsitzende wies darauf hin, dass das Geld vom Verein "Geowelt" in drei unterschiedliche Projekte gesteckt wurde. So hat die Fortuna eine neue Empfangs- und Informationsstelle in der ehemaligen Kipphalle erhalten. Blickfang ist dort ein Erzzug mit zwei Kipploren. Auf dem gesamten Gelände wurden 17 Informations- und Eingangsstelen errichtet, die über das einstige Wirken auf der Grube Fortuna informieren.

Die bisherige Ölheizung wurde durch eine Kombination von Holzpellets-Heizung mit oberflächennaher Geothermie ersetzt. Die neue Technik nutzt das Wasser, das aus dem Bergwerk und ins Wasserleitungsnetz nach Wetzlar gepumpt wird. Die Wärmetauschanlage entzieht dem 14 Grad warmen Wasser etwa vier Grad. Dieses Verfahren reiche in der meisten Zeit aus, , um die Anlagen des Bergwerks zu beheizen. Dieses System sei in Deutschland einmalig, so Porezag.

Museum im Zechenhaus nach pädagogischen Gesichtspunkten umgestaltet

In den Wintermonaten wird zusätzlich mit Holzpellets geheizt. Weil der Denkmalschutz das Aufstellen von Pelletsilos untersagte, hat die "Geowelt" zwei Betonsilos umfunktioniert. Künftig soll die Anlage auch das geplante "Hessische Rohstoffhaus" noch mitbeheizen.

Schließlich ist auch das in den 80er Jahren eingerichtete Bergbaumuseum im Zechenhaus neu gestaltet und nach museumspädagogischen Gesichtspunkten eingerichtet worden. Der Besucher wird während seines Rundgangs durch Themenvitrinen, Grafiktafeln, ein beleuchtetes Glasmodell der Grube Fortuna, Hörstationen, drei Diaschauen, eine große Mittelhessenkarte mit Touchscreen und einen 16 Meter langen Zeitstrahl umfassend über die Grube Fortuna und den Bergbau der Region informiert.

Das Bergwerk hat im Jahr 1987 seinen Betrieb eingestellt. Bis 2010 war der Lahn-Dill-Kreis der Betreiber des Besucherbergwerks. Seit 2011 ist dies der neu gegründete Verein "Geowelt Fortuna". Zugleich reduzierte der Landkreis seinen jährlichen Zuschuss auf 250 000 Euro.

Bei der Präsentation der Neuerungen führten auch der Vorsitzende des Feld- und Grubenbahnmuseums, Rolf Georg, und der "Geowelt"-Geschäftsführer Franz Jachan die Gäste. Seit der Eröffnung als Besucherbergwerk haben fast 950 000 Menschen die Anlage besucht, zu der auch das Feld- und Grubenbahnmuseum gehört. Dort ist am 1. Mai um 10 Uhr Saisoneröffnung.

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Dokument erstellt am 18.04.2015 um 17:51:24 Uhr
Letzte Änderung am 18.04.2015 um 17:51:36 Uhr
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