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Untertägige AnlagenWas erwartet Sie unter Tage? Erfahren Sie hier mehr...


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Eingang zur Unter-Tage-Welt

Ab hier gilt Bergrecht. Das Stollenmundloch bildet das Eingangsportal in die Unter-Tage-Welt des ehemaligen Eisenerzbergwerks. Die Schienen, die noch immer im Boden liegen, erinnern an die über 4 Millionen Tonnen Erzgestein, die zwischen 1849 und 1983 in Loren aus dem Berg geschafft wurden. Neben dem Stollenmundloch ist gut sichtbar ein alter Förderkorb aufgebaut, der veranschaulicht wie Mensch und Material zu Betriebszeiten unter Tage transportiert wurden. Durch das Stollenmundloch führt der Weg zunächst 160 Meter weit in den Berg, ehe man den Schacht erreicht, durch den die Besucher zur 150-Meter-Sohle einfahren.


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Vor und nach der Grubenfahrt

Das "neue Zechenhaus" wurde 1956 errichtet und dient den Gästen heute als Eingangsbereich zum Besucherbergwerk. Hier gibt es nicht nur Eintrittskarten und Informationen, sondern auch Speisen und Getränke aus der Küche der zünftigen Grubengaststätte. Außerdem ist im Zechenhaus ein kleines Bergbaumuseum untergebracht, in dem sich die Gäste vor der Einfahrt ins Bergwerk über die Geschichte des Bergbaus in der Region informieren können. Vor allem ein Blick in die Rot-Weiß-Kaue, dem einstigen Umkleideraum der Bergleute, gibt einen authentischen Eindruck von der Arbeitswelt der Bergmänner. In der Kaue können Besucher außerdem einen Film mit interessanten Aufnahmen aus dem aktuellen und historischen Bergwerksbetrieb sehen.


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Garant für eine sichere Seilfahrt

Das Fördermaschinenhaus, in dem noch heute die Seilfahrt zur 150-Meter-Sohle und zurück gesteuert wird, stammt aus dem Jahre 1958 und liegt auf dem oberen Zechengelände. Dies ist der Arbeitsplatz des Fördermaschinisten. Er sorgt für den sicheren Transport der Besucher und überwacht via Monitor den Ein- und Ausstieg am Förderkorb. Die Seilfahrt durch den Maschinenschacht leistet eine Trommel-Fördermaschine mit einem Elektromotor. Die beiden Förderseile (27 Millimeter Durchmesser) verlaufen durch die Öffnungen in der Außenwand zum gegenüberliegenden Seilscheibenhäuschen, das direkt über dem Schacht steht. Das obere Seil trägt den Förderkorb im Schacht, am unteren hängt ein drei Tonnen schweres Gegengewicht.


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Juwel aus der Krupp-Ära des Bergwerks

Das architektonische Juwel der Grube Fortuna ist das alte Maschinenhaus. Es entstand in der Krupp-Ära des Erzbergwerks zu Beginn des 20. Jahrhunderts und fällt auf durch den so genannten Malakow-Turm sowie weitere für einen Zweckbau ungewöhnliche bauliche Details. Bis zu einem Schachteinsturz 1943 beherbergte das Gebäude auf dem oberen Zechengelände die Dampfmaschine, mit der früher die Schachtförderung betrieben wurde. Im Malakow-Turm, der wegen seiner festungsähnlichen Architektur nach Fort Malakow benannt ist, war die Wasserbevorratung für die in einem Nachbargebäude untergebrachte Kesselanlage verborgen. Inzwischen wird das denkmalgeschützte Gebäude für Museumszwecke schrittweise saniert.


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Kipphalle

Die Gleise aus dem Stollenmundloch der Grube Fortuna führen zur Erzaufbereitung, die sich auf dem Gelände gegenüber dem heutigen Zechenhaus befand. Von dem einstigen Gebäudekomplex, darunter eine so genannte Sink-Schwimm-Aufbereitung, steht heute nur noch die Kipphalle. Hier wurden die mit Erz gefüllten Loren geleert. Dies geschah mit Hilfe von Druckluft. Das Eisenerz fiel in Brecher und wurde anschließend in verschiedene Korngrößen abgesiebt, ehe der begehrte Rohstoff zur weiteren Aufbereitung gelangte und über die Ladestelle per Drahtseilbahn nach Albshausen zur Lahntalbahn gebracht wurde. Auf dem Gelände der ehemaligen Erzaufbereitung befinden sich heute Anlagen des Feld- und Grubenbahnmuseums, die über 50 Schmalspur-Lokomotiven beherbergt.


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Wandern rund um die Grube Fortuna

Rund um das Grubengelände der Fortuna lädt ein bergbaukundlicher Lehrpfad zu einer Entdeckungsreise ein. Der durch rote Punkte gekennzeichnete Wanderweg startet am Zechenhaus und führt über das obere Zechengelände vorbei am neuen und alten Maschinenhaus zum ehemaligen Tagebaubereich der Grube Fortuna und weiter durch den Bergwerkswald. Hier gelangt man unter anderem zum Wetterbohrloch, das der Frischluftversorgung der Grube dient, sowie zu den so genannten Lochsteinen, mit denen einst die Grubenfelder über Tage markiert wurden. Schautafeln geben an den Stationen jeweils Erläuterungen zu der Geschichte der Erzförderung in diesem Gebiet.